| Aus
den Anfängen. Vorgeschichte zum Theaterverein |
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Der nachfolgende Ausschnitt aus dem
Protokoll der Gründungsversammlung, verfasst von Max Müller-Kempf,
gibt Aufschluss über die Theateraktivitäten in Unterschächen aus der
Zeit vor der Gründung des Theatervereins.
Die Bevölkerung von Unterschächen
zeigte sich schon vor vielen Jahrzehnten theaterfreudig. Darum ist es
nicht verwunderlich, wenn verschiedene Vereine, je nach Ihrer
Aktivität, sich dem Theaterspiel widmeten.
In den Krisenjahren (1936, 1937 und 1938)
hat der rührige Kirchenchor (Cäcilienverein) Unterschächen erstmals
Theater gespielt. Der Hotelsaal im damaligen Hotel Klausen (heute
Alpina) diente als Spielsaal. Eine Bühne wurde damals eigens
angefertigt unter der geschickten Hand von Kaspar Gerig. Die Kosten
beliefen sich auf Fr. 26.- (aus der Jahresrechnung des Cäcilienvereins
Unterschächen). Noch heute wissen ältere Leute von den damals sehr gut
gelungenen Theateraufführungen zu erzählen.
Während der Kriegszeit 1939-1945 gab es
einen Stillstand. Erst nach dem Kriege versuchte es der Samariterverein
Unterschächen, mit gelungenen Theaterstücken auf der Bühne zu
glänzen, was ihm auch gelang. Die Spieler des Samaritervereins haben es
soweit gebracht, dass sie sogar im grossen Tellspielsaal in Altdorf mit
einem Theaterstück auftreten durften. Der Reingewinn ging an die Geschädigten des Brandfalles in der Bielen vom 28./29. Juni 1948. Mit
dem neuen Schulhausbau wurde eine Turnhalle erstellt und gleichzeitig in
der Turnhalle eine Bühne eingebaut. Der grosse Spielsaal in der
Turnhalle und die sehr neuzeitlich ausgestaltete Bühne mit neuen
Kulissen gaben Anlass zu weiterem Theaterspiel. In den fünfziger Jahren
versuchte es der junge Musikverein Unterschächen, und ab 1962 bildete
sich eine Spielgruppe innerhalb des Jungmannschafts- und
Jungfrauenvereins Unterschächen. Während neun Saisons erfreute die
Theatergruppe ein grosses Publikum. Der gute Ruf der Unterschächner
Theaterspieler reichte über die Kantonsgrenzen. Während zwei
Spielsaisons wurde für wohltätige Zwecke Theater gespielt. 1969 für
die Lawinengeschädigten des Winters 1968 und 1970 für die Erweiterung
unserer Pfarrkirche auf dem Bielhügel.
Während des Kirchenbaus diente die
Turnhalle für Gottesdienstzwecke. In der Folge konnte während dieser
Zeit nicht mehr Theater gespielt werden. Seither verliefen neue Versuche
vorerst leider im Sand.
Einige unentwegte Freunde des guten
Volkstheaters und Förderer des kulturellen Lebens in der Gemeinde
Unterschächen versuchten dem Theaterspiel neue Impulse zu geben. So
fanden sich am 27. September 1974 Hans Muheim, Edi Imholz, Josef Imholz,
Max Müller, Thedi Herger und Karl Strebel zusammen, hielten
Standortbestimmung und entschlossen sich für die Neugründung eines
Theatervereins. In einer zweiten Sitzung entschloss man sich für eine
gemeindeinterne Umfrage, um das allgemeine Interesse für eine
Wiederaufnahme des Theaterspielens zu ergründen. Der Erfolg war sehr
ermutigend und verpflichtend. Man schritt sodann zur Ausarbeitung von
Statuten, unterzog diesen Entwurf in einer weiteren Komiteesitzung einer
gründlichen Beratung und stellte diese Statuten samt Einladungen zur
Generalversammlung allen Interessenten zu.
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| Gründung des Theatervereins |
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Die Gründung des Theatervereins war
alles andere als ein "Beginn bei Null". Vielmehr ging es
damals darum, bereits Bestehendes zu festigen und weiterzuentwickeln. So
war es fast selbstverständlich, dass an der Gründungsversammlung vom
12. Dezember 1974 Freunde und Förderer des Volkstheaters anwesend
waren, die sich zum grössten Teil schon bisher aktiv am Unterschächner Theaterleben
beeiltigt hatten.
An dieser Gründungsversammlung liessen
sich folgende 23 Gründerinnen und Gründer handschriftlich im Mitgliederregister eintragen: |
Edi Imholz, Ahorn
Max Müller, Maxihüs
Hans Muheim, Eistersmatt
Agnes Muheim, Eistersmatt
Maria Imholz, Erlen
Josef Imholz, Erlen
Rita Müller, Maxihüs
Alois Bissig, Maxihüs
Klara Bissig, Maxihüs
Gustav Muheim, Schwanden
Stefan Arnold, Ribi
Toni
Arnold, Wyler |
Margrit Bissig, Talbach
Alois Bissig, Talbach
Ursula Imholz, Brunnital
Josef Bissig, Alpenrose
Ludwig Müller, Klostermatte
Hans Müller, Klostermatte
Maria Bricker, Schwand
Hans Bricker, Schwand
Karl Strebel, Schattdorf
Thedi Herger, Altdorf
Hansruedi Herger, Fritter |
| Der
Gründungsvorstand |
Präsident: Hans Muheim, Eistersmatt
Kassier: Edi Imholz, Ahorn
Aktuar: Max Müller, Maxihüs
Bühnenchef: Josef Imholz, Erlen
Mitglied: Margrith Bissig, Talbach
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